Die großen Sitz-Vorbilder der Klassik im Kino der ReitKultur

 

Mehr dazu im Bookazin ReitKultur, Ausgabe 1

Auch als e-paper lieferbar

 

 

Oscar Maria Stensbeck

Deutschland, 1858–1939

 

„Seine geheimnisvolle Kunst, die wir alle bewunderten, bestand größtenteils im ‚In-die-Hand-stellen‘ des Pferdes im Schritt und im Versammeln auf der Stelle“ (Felix Bürkner in „Ein Reiterleben“, Olms Verlag)

 

So schwärmt Felix Bürkner von Stensbeck, der ziviler Stallmeister in der Kavalleriereitschule Hannover ist und noch mit 80 Jahren Pferde ausbildet. „Er wartet im Halten so lange, bis sein Pferd auf den vier Beinen absolut ausbalanciert am Zügel steht. Den Vorwärtstrab reitet er im Leichttraben“, notiert Bürkner.

 

ReitKultur-Kino:

Am Ende des Videos ist Stensbeck auf Trakehner Gimpel in der Galopparbeit zu sehen – laut Bürkner „ein Künstler im Ausbilden der Pirouette.“

Hier geht’s zum Video!

https://m.youtube.com/watch?v=f88BYiTBpeQ

 

 

Alois Podhajsky

Österreich, 1989–1973

 

Als Offizier und Kommandeur der Spanischen Hofreitschule, die er von 1939 bis 1964 leitet, ist Podhajsky eine der prägenden Persönlichkeiten der klassischen Reitkunst und ein Meister des Sitzes. Mit dem glücklosen Galopper Nero zeigt er, wie man aus einem unscheinbaren Pferd einen strahlenden Athleten macht und gewinnt 1936 Olympia-Bronze.

 

ReitKultur-Kino:

Das Video mit Szenen aus der Spanischen Hofreitschule entstand während der Kommandantur Podhajskys.

Hier geht’s zum Video!

http://www.britishpathe.com/video/dancing-horses/query/Horse

 

Henri Chammartin

Schweiz, 1918–2011

 

Henri Chammartins Stärke ist, das Pferd nie zu stören. Der Kavallerist sitzt geschmeidig, auf wuchtigen Warmblütern oder dem zierlichen Halbblüter Wolfdietrich. Weil Wolfdietrich anfangs unter Gurtzwang leidet, muss Chammartin seine Hilfen feinst dosieren, so dass sie kaum noch sichtbar sind.

 

ReitKultur-Kino:

Vor allem Ästhet: Diesem großen Schweizer Reit-Vorbild geht es um Harmonie, Gefühl und Rhythmus. Die S-Dressur von 1968 ist deshalb ein Genuss: Chammartin sitzt einfach, und Wolfdietrich tanzt.

Hier geht’s zum Video!

https://m.youtube.com/watch?v=ZWHdnCXKAQc

 

 

Nuno Oliveira

Portugal, 1925–1989

 

Nur der Reiter, der einen guten Sitz hat, kann beim Pferde korrektes Arbeiten erreichen.“ (Nuno Oliveira, in: „Gedanken über die Reitkunst“, Olms, 1999)

 

Der legendäre Nuno Oliveira prägt Reiter französisch-iberischer Schule wie kein anderer. An seinem Sitz mäkeln manche, weil er den Bauch etwas zu weit vorschiebt, aus Pferden unterschiedlichster Couleur kitzelt er das Beste heraus: Beispiel dafür, dass es den formal perfekten Lehrbuchsitz nicht gibt.

 

ReitKultur-Kino:

Hier geht’s zum Video mit Nuno Oliveira!

https://m.youtube.com/watch?v=TfiTTyi2He8

 

 

Hans Heinrich „Micky“ Brinckmann

Deutschland, 1911–1991

 

Schöner und technisch brillanter von Hand bis Absatz kann ein Springreiter nicht sitzen als Hans Heinrich Brinckmann, genannt Micky. Künstler im Sattel, seine Ritte wie Musik, Stilist par excellence: Das klingt vollmundig, und tatsächlich ist Offizier Brinckmann, hier in perfekter Balance auf Erle, wohl der beste Stilist, der je in einem Springsattel saß. Vor dem zweiten Weltkrieg ist er auch der erfolgreichste. 1935 wird er an die Kavallerieschule Hannover gerufen, nach dem Krieg bringt er unter anderem das ägyptische Springteam auf internationales Niveau und verschafft sich als Hindernisbauer den gleichen künstlerischen Nimbus, den er als Reiter hatte. Er baut unter anderem den Parcours der Olympischen Spiele 1972 in München.

 

ReitKultur-Kino:

Der Film „Springstall“ zeigt Vorzeige-Springreiter der Kavallerieschule Hannover in bester klassischer Manier, darunter Brinckmann auf Oberst.

Hier geht’s zum Video!

https://m.youtube.com/watch?index=12&v=YFjFTuWZ5q4&list=PLMhb0HoqWKcQCJMfTSt_ueuxmN-Sp1Pln

 

 

Otto Lörke

Deutschland, 1879–1957

 

Der Sattelmeister Kaiser Wilhelms II. bildet Pferde aus, die auf feinste Hilfen reagieren. Brillanter Reiter trotz figürlicher Handicaps. Gründet mit Bürkner die Deutsche Schulquadrille. Das Pferd geht hier nicht korrekt über den Rücken; möglich, dass Lörke zur Demonstration eine Art Schautrab reitet, die dem exaltierten Trab moderner Dressur-Strampler ähnelt: Den gibt es schon damals, und reelle Klassiker wie Lörke lehnen ihn damals wie heute ab.

 

ReitKultur-Kino:

Zeitlupen-Studien in Grand-Prix-Lektionen von Lörkes Meisterschüler Willi Schultheis, Seriensieger bei Dressur-Derbys und Championaten. Schultheis wird 1975 als erstem Dressurausbilder der Titel „Reitmeister“ verliehen. Von 1974 bis 1979 Bundestrainer Dressur.

Hier geht’s zum Video!

https://www.youtube.com/watch?v=MpyO3B5dHmQ&sns=em


Die Könner klassischer Kommunikation im Kino der ReitKultur

 

Mehr dazu im Bookazin ReitKultur, Ausgabe 2

Hier als ePaper bestellen!

 

Egon von Neindorff
Deutschland, 1923–2004

„Die Hand fängt nur auf, hält niemals zurück, denn haushoch, nein, ich verbessere mich, turmhoch über den verhaltenden Hilfen stehen die treibenden Hilfen“

 

Für Baron Egon von Neindorff, den größten deutschen Konzertmeister der Reiterei, war die Nachgiebigkeit der Hand (wohlgemerkt: nicht das Wegwerfen der Zügel) der Notenschlüssel im Orchester der Hilfen. Warum? Hören wir die Begründung von ihm: „Weil die Hand das Hinterbein nicht am Vorgriff hindern darf.“ Tut sie es doch, verliert das Pferd die Balance und den Schwung. Ursachen und Wirkungen von Neindorffs Hilfengebung erzählt seine Erbin Melissa Simms im Artikel „Meister-Klasse“ auf Seite 36 im Bookazin. Und es gibt weitere ReitKultur-Autoren, denen sich Neindorffs Anmerkungen zu den Hilfen tief eingeprägt haben. Bent Branderup etwa (Interview siehe Seite 22), Horst Becker („Magie der Parade“, Seite 62) oder Michael Putz, der auf Seite 48 den Weg zur vertrauensvollen Anlehnung klassisch-deutscher Manier beschreibt. Ihn begeistert vor allem dieser Neindorffschen Vergleich: „Die Hand ist die Telephonverbindung zur Hinterhand. Vermehrtes Treiben, Pferd muss sich in meiner Hand melden – und der Popo fühlt die Antwort.“

 

ReitKultur-Kino:

„Die Hand ist zum Nachgeben bereit, um ja nicht den Hinterfuß zu bremsen“: Egon von Neindorff unterrichtet einen Schüler und lehrt ihn, Hand und Schenkel korrekt einzusetzen

Hier geht’s zum Video!

https://www.youtube.com/watch?v=uBdUIzOxeA0

 

 

Nuno Oliveira
Portugal, 1985–1989

 

„Zu Beginn jeder Stunde passen Sie die Intensität Ihrer Hilfen der Stimmung Ihres Pferdes an. Versuchen Sie, mit der Zartheit Ihrer Hilfen Neugier zu erwecken. Und reiten Sie übrigens mit den Beinen, nicht mit den Händen“ (Nuno Oliveira, aus: „Die Kunst des Reitens. Gesammelte Schriften“, Olms, 2017)

 

Kann man schöner zusammenfassen, was andere langatmig und technisch als Hilfengebung beschreiben? Es gibt gute Gründe, Oliveira den Reitmeister des 20. Jahrhunderts zu nennen. Vor allem wegen seiner präzisen Einwirkung auf den Punkt: Er dirigierte das Pferd durch Sitzsignale und blieb in der Hand unnachahmlich ruhig. Oliveiras Schenkel waren auf Tuchfühlung, nie klopfend oder pressend; sie ließen dem Pferd immer die Chance, von allein zu gehen. So machte und hielt er die Pferde sensibel. Er forderte das „natürliche Herabfallen“ des Beins, ohne dass die Ferse heruntergedrückt wird, und „winzige Berührungsreize, elektrisierende Berührungen, lockern und berühren, ohne die Beine zu verlagern und blitzschnell“. Das Reiten eines Dressurpferdes bedeute ein Treiben, Nehmen, Lockern. „Treiben versammelt das Pferd durch kleinste Einwirkungen von Rücken und Gesäß. Nehmen durch Schließen der Finger aus einer unbeweglichen Hand heraus (Ergebnis einer guten Haltung der Arme, die Ellbogen nahe am Leib, den Bewegungen der Taille und der Haltung des Oberkörpers angepasst) und völlig nachgebend beim geringsten Nachgeben des Pferdes. Die Finger öffnen sich, und der Kontakt ist weicher, das Pferd bleibt unter dem Eindruck der Bewegung oder der Übung, seine Haltung verändert sich nicht, man kann es sich an halb gespannten Zügeln und ohne jegliche Wirkung der Beine entwickeln lassen, ausschließlich unter dem Einfluss der Balancierstange (Oberkörper mit entspannter Taille). Man muss es verstehen, das Pferd anschließend mit den Hilfen nicht zu überfallen. Bleibt das Pferd von selbst im Gleichgewicht, kann das Sinkenlassen von Hand und Bein umso länger dauern. Das Sinkenlassen von Hand und Bein ist der Prüfstein wahrer Versammlung, und Versammlung ist der Schwungkraft schönes Loblied.“ Die Fotos zeigen eine Trabverstärkung in vorbildlicher Anlehnung und den Rückwärtsgalopp – eine Höchstschwierigkeit, die er ohne Zügelzug, mit „halb gespannten Zügeln“ beherrschte wie kein anderer.

 

ReitKultur-Kino:

Pfeifen kann er nicht, aber reiten: Ein faszinierender Mix aus privaten Archivaufnahmen und offiziellen Reitvorführungen mit Details seiner Hilfengebung.

Hier geht’s zum Video!

https://m.youtube.com/watch?v=o53YxuOCHuY

 

 

 

Josef Neckermann
Deutschland, 1912–1992

 

“Alles wird Tag für Tag aufs Neue geübt, ausgefeilt, noch feiner, noch harmonischer gemacht, und so wächst langsam der Reiter mit seinem Pferd zusammen“
Aus: „Besuch bei einem Dressurreiter“, siehe QR-Code zum Film
Wie das personifizierte deutsche Wirtschaftswunder im Nazi-Regime sein Versandhaus aufbaute, ist nicht in allen Teilen rühmlich. Schauen wir also auf seine reiterlichen Ruhmestaten, denn für die ist „Necko“, wie er von Bewunderern genannt wird, zu Recht hoch angesehen und dekoriert. 333 gewonnene Turniere, zweimal olympisches Team-Gold, vier Europameister-Titel mit der Mannschaft, 1966 die Weltmeisterschaft und die Mitgliedschaft in der Hall of Fame des deutschen Sports: Josef Neckermann ist mit berühmten und feinnervigen Pferden wie Antoinette, Asbach & Co. das Vorbild für alle Reiter, die diszipliniert, geduldig und bis ins hohe Alter an der Harmonie der Hilfen arbeiten. „Er hatte die ideale Reiterfigur – hochgeschlitzt, das heißt mit langen Beinen, kurzem Oberkörper und gut gewinkelten Knien im Sattel“, charakterisiert Pferdewirtschaftsmeister Michael Putz seinen ehemaligen Chef, dessen Turnierstall er einige Jahre leitete. Neckermann kam zugute, dass er als Springreiter begann. „Sein Sitz war unheimlich ruhig und ausbalanciert, bei kleineren Pferden passte er das Bügelmaß an, sodass er stets mit gut gewinkelten Knien zu Pferde saß. Er hatte eine super Hand, egal ob auf Trense oder Kandare“, schwärmt Putz. „Neckos Pferde gingen wunderbar fein am Schenkel dank seiner Präzision, aber auch seiner unbedingten Entschlossenheit. Halbherzig gab es für ihn nicht, und er verwirrte Pferde nie mit sich widersprechenden Hilfen. Seine Korrekturen waren immer nach vorn gerichtet. Und er war sehr selbstkritisch, betrieb viel Ursachenforschung, möglichst immer mit einem Groundman an seiner Seite, der von unten informieren und korrigieren sollte“, erinnert sich Michael Putz. Putz‘ Philosophie der klaren Hilfen und Paraden lesen Sie hier im Bookazin auf den Seiten 46, 48 und 70.

 

ReitKultur-Kino:

Die Schenkel wie angewachsen, die Hände am Platz: Der Film von 1960 porträtiert Neckermann mit seinem Olympiapferd Asbach und zeigt die Vorbereitung berühmter Reiter auf die olympische Dressurprüfung in Athen. Wohltuend auch der kompetente, ruhige Kommentar, wie man ihn heute kaum noch hört.

Hier geht’s zum Video!

https://www.youtube.com/watch?v=NDd8WAJoMPk

Fredy Knie senior
Schweiz, 1920–2003

„Das Pferd geht im Schenkel und am Zügel“
Klassik-Ausbilder Horst Becker zitiert seinen Lehrmeister Fredy Knie senior

 

Mit zehn Jahren war Knie der jüngste Dressur- und Springreiter Europas, mit 18 zeigte er seine eigene Pferdedressur. Mit 21 Jahren übernahm Fredy Knie den Schweizer Nationalcircus. Er etablierte das Klassische Reiten in der Schweiz und stützte seine Freiheitsdressur auf wissenschaftliche Erkenntnisse der Lernforschung, die er mit dem Freiburger Pferde-Verhaltensforscher Professor Klaus Zeeb in die Praxis umsetzte – auf Basis des Appells (Heranrufen des Pferds), den er dem Pferd mit Longe, Zucker und Rüebli beibrachte. Im Sattel arbeitete er stets mit einem Helfer am Boden, der dem Pferd die Reiterhilfen mit der Touchierpeitsche, für Knie der Taktstock, klar verständlich machte. „Dabei war ihm wichtig, dass das Pferd kein Angst vor der Peitsche hat“, erinnert sich Klassik-Ausbilder Horst Becker, der mit Fredy Knie senior jahrelang im Zirkus zusammen gearbeitet hat. Was er von ihm lernte, steht im Artikel über Hilfen und Paraden im Bookazin auf Seite 62.

 

ReitKultur-Kino:

Fredy Knie Senior in der Freiheitsdressur und in der Pirouette – verglichen mit Studien verwilderter Dülmener Pferde. Der Freiburger Verhaltensforscher Professor Klaus Zeeb hat eine Perle aus der Frühzeit der angewandten Pferdeforschung von 1975 zur Verfügung gestellt!

Hier geht’s zum Video!

https://m.youtube.com/watch?v=vcdjoofAGbE

 

 

Das ReitKultur-Kino zu ausgewählten Themen der Ausgabe 1

 

Alle Artikel dieser Ausgabe lesen Sie im Bookazin.

Gleich hier als ePaper bestellen!

Oder den Gratis-Home Service nutzen und keine Ausgabe verpassen!

 

Plädoyer

„Lernen wir klassisch sitzen – zum Wohle der Pferde“

 

Melissa Simms arbeitete 23 Jahre lang mit dem großen deutschen Reitmeister Egon von Neindorff – und bewahrt bis heute sein wertvolles Erbe. In der ReitKultur beschreibt sie, welcher Sitz fürs Pferd der schonendste ist.

 

ReitKultur-Kino:

„Mit dem klassischen ausbalancierten, naturorientierten Sitz geben wir unseren Pferden die Freiheit zurück, sich zu bewegen wie in der Natur ohne Reiter“ (Melissa Simms)

Hier geht’s zum Video:

https://m.youtube.com/watch?v=VuoA40RLNJA

 

 

Meister-Klasse

Porträt Dr. Reiner Klimke, Rechtsanwalt und erfolgreichster Dressurreiter aller Zeiten aus Münster (1936–1999)

 

Dr. Reiner Klimke war ein Meister des klassischen Stils und rahmte seine Pferde perfekt mit Sitz und Hilfen ein. Die Pferde entwickelten daraus eine unglaubliche Dynamik, Motivation und Brillanz.

 

ReitKultur-Kino:

Der Olympiasieg: Dr. Reiner Klimke mit Ahlerich 1984 in Los Angeles

Hier geht’s zum Video!

https://m.youtube.com/watch?v=tKbqokuTzh8

 

Das Training: Dr. Reiner Klimke reitet und kommentiert Lektionen aus dem Grand Prix Special

Hier geht’s zum Video!

http://www.pferdiathek.tv/de/videos/show/273/die-dressurausbildung-teil-20-dr-reiner-klimke-ahlerich-im-grand-prix-special-dr-reiner-klimke.html

 

Die Muster-Schülerin: Tochter Ingrid Klimke erklärt ihr Ideal vom Sitz und erklärt die Zügelbrücke

Hier geht’s zum Video!

https://m.youtube.com/watch?v=h8ysZE31Lzo&feature=youtu.be

 

 

Interview

„Alle Reiter saßen im Test schief“

 

Der Sitz bestimmt, ob ein Pferd Rückenschmerzen bekommt oder gesund bleibt. Die kanadische Reitforscherin Alexandra Hampson ging der Schiefe auf den Grund und hat ein Gegenmittel entwickelt – ein spezielles Training für Reiter.

 

 

Meister-Klasse

Porträt Philippe Karl, ehemaliger Ecuyer des französischen Cadre Noir und Gründer der Ecole de Légèreté, lebt in der französischen Auvergne.

 

ReitKultur-Kino:

Der Sitz gibt den Rahmen vor: Philippe Karl zeigt den Wechsel zwischen Dehnen und Aufrichten.

Hier geht’s zum Video!

http://www.pferdiathek.tv/de/videos/show/268/high-noon-teil-8-dehnungshaltung-aufrichtung-in-den-lektionen-philippe-karl.html

 

Der Sitz führt: Philippe Karl demonstriert das in den Seitengängen.

Hier geht’s zum Video!

http://www.pferdiathek.tv/de/videos/show/70/die-schule-der-lgret-teil-7-gymnastizierung-durch-kombinierte-seitengaenge-philippe-karl.html

 

Der Sitz versammelt: Philippe Karl in Passage und Piaffe.

Hier geht’s zum Video!

http://www.pferdiathek.tv/de/videos/show/73/die-schule-der-lgret-teil-10-piaffe-und-passage-philippe-karl.html

 

 

Serie „Skala der Ausbildung“

Das Ziel des gemeinsamen Gleichgewichts

 

Der große klassische Reitmeister Kurd Albrecht von Ziegner interpretiert die Skala der Ausbildung neu und beginnt bei der Losgelassenheit. Im ReitKultur-Interview nennt erzählt er, wie der Reiter mit seinem Sitz zur Losgelassenheit des Pferdes beitragen kann und wie das Hangbahntraining dabei hilft.

 

ReitKultur-Kino:

Einen Einblick in der Hangbahn-Training erhalten Sie hier im Video!

http://www.pferdiathek.tv/de/videos/show/186/hangbahntraining-mit-einem-vielseitigkeitspferd-kurd-albrecht-von-ziegner.html

 


Das ReitKultur-Kino zu ausgewählten Themen der Ausgabe 2

 

Alle Artikel dieser Ausgabe lesen Sie im Bookazin.

Gleich hier als ePaper bestellen!

Oder den Gratis-Home Service nutzen und keine Ausgabe verpassen!

 

Biografie

Wolfgang Marlie

– Freundschaft statt Festhalten

 

Gas und Bremse beim Reiten zeitgleich bedienen – das ist so unpraktisch, als müssten wir mit allen zehn Fingern Klavier üben. Auch dem Pferd kommt diese Kakophonie unnatürlich vor, und so entstehen Missverständnisse statt Melodien. Klassik-Ausbilder Wolfgang Marlie stoppte den Teufelskreis aus Festhalten und Durchgehen nach einem halben Reitlehrer-Leben. Die zweite Hälfte nutzt er, um anderen bei den Hilfen zu helfen.

 

ReitKultur-Kino:

„Das Reizvolle am Reiten ist, dass man es nie wirklich lernen wird, dass der eigentliche Reiz in dem Prozess liegt, es zu lernen“, sagt Wolfgang Marlie. Und man spürt es, wenn man ihm in diesem 5-Minüter zuschaut.

Hier geht’s zum Video!

https://m.youtube.com/watch?v=ioW8ORimSr8

 

 

„Ein solch herrliches, beinahe schon meditatives Reiten hatte ich bis dahin noch nie erlebt“: Auch Paralympics-Teilnehmerin Bettina Eistel ist zu sehen in den Impressionen über Reitunterricht mit minimalen Zügelhilfen.

Hier geht’s zum Video!

https://m.youtube.com/watch?v=-yDSOOp5jP0

 

Interview

Drei Telefon-Abende über unsere Mitteilungen ans Pferd mit

Bent Branderup

 

Der dänische Klassik-Reitmeister hat die europäischen Reitkulturen der Jahrhunderte studiert, verglichen, zusammengeführt und in die Praxis übersetzt. Seine „Akademische Reitkunst“ eifert den Vorbildern von Guérinière bis Gustav Steinbrecht nach und integriert modernes Wissen über Biomechanik. Branderup zu lauschen ist reine Freude, so begeistert spricht er über die Hand als Seismograph, über das Nachgeben als Prüfung und über das, was die Reitersprache im Pferd auszulösen vermag.

 

ReitKultur-Kino:

Morgenarbeit mit Bent Branderup: Im Video ist seine minimale Hilfengebung mit Sitz, Hand, Zügel und Schenkel zu sehen.

Hier geht’s zum Video!

https://m.youtube.com/watch?t=29s&v=1qfG7gJXYcw

 

Die Hand als Seismograph: Wie sie Mitteilungen ans Pferd sendet und umgekehrt auch Informationen empfängt.

Hier geht’s zum Video!

https://m.youtube.com/watch?v=9dk156-jEaw

 

Psychologie

Zügel los – (ver)trau Dich!

 

„Einem Raubtier gleich krallt das Bündel auf meinem Rücken seine Klauen in meine Seiten. Ich laufe schneller, doch da ruckt bereits das Metall in meinem Maul. Ich spüre eine Mischung aus Unsicherheit und Ärgerlichkeit hinten in meinem Sattel …“

Etwa so könnte es sich anfühlen, wenn wir in die Hufe eines Pferdes schlüpfen, dessen Reiter einem der größten Irrtümer in der Interpretation der klassischen Reitlehre aufgesessen ist: „Getrieben wird mit den Beinen, gesteuert und gebremst mit den Händen“. Schaffen wir diesen Irrtum aus der Pferdewelt, fordert Dressur-Trainerin und Mental-Coach Dr. Tuuli Tietze.

 

ReitKultur-Kino:

Hören, wie feine Kommunikation funktioniert: Im 15-minütigen Audio-Coaching „Eins sein beginnt im Kopf“ von Dr. Tuuli Tietze erfahren Sie, wie Sie Ihr Pferd nur mit Gedanken lenken. Und sind anschließend tiefenentspannt!

Hier geht’s zum Audio!

http://smartreiten.de/einssein-audio

 

Meister-Klasse

Baron Egon von Neindorff (1923 bis 2004)

Porträt des großen deutschen Reitmeisters. Er war beeinflusst von Felix Bürkner, Richard Wätjen, Ludwig Zeiner, Otto Lörke und Alois Podhajsky. 1949 Gründer des Karlsruher Reitinstituts Egon von Neindorff. Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Deutschen Reiterkreuzes in Gold.

 

Melissa Simms ist die Erbin des Reitmeisters Egon von Neindorff. Sie stellt seine klassische Philosophie der Hilfengebung als A und O der reiterlichen Kommunikation in der ReitKultur vor. Und ganz in Neindorffs Sinn wünscht sie sich, dass mehr Dressurreiter die Feinfühligkeit mit Schenkel und Hand entdecken

 

ReitKultur-Kino:

„Die Hand ist zum Nachgeben bereit, um ja nicht den Hinterfuß zu bremsen“: Egon von Neindorff unterrichtet einen Schüler und lehrt ihn, Hand und Schenkel korrekt einzusetzen.

Hier geht’s zum Video!

https://m.youtube.com/watch?v=uBdUIzOxeA0

 

Hilfengebung an der Hand und unterm Sattel: Egon von Neindorff und Melissa Simms im Training.

Hier geht’s zum Video!

https://m.youtube.com/watch?v=VuoA40RLNJA

 

 

Praxis

Den Hilfen Leben einhauchen
Atmen ist die natürlichste Sprache, die Mensch und Pferd verbindet. Mit der richtigen Technik zu dieser Erkenntnis wird unsere Kommunikation beim Reiten viel leichter. Das hat Dressur-Trainerin Jenny Rolfe selbst vielfach erlebt und erklärt es im Artikel.

ReitKultur-Kino:

Der Atem dirigiert: Hier zeigt Jenny Rolfe, wie sie ihren Hengst Delfin in der Freiarbeit durch Körper-Energie beeinflusst.

Hier geht’s zum Video!

https://m.youtube.com/watch?v=i9RsESfbORQ

 

 

Serie „Skala der Ausbildung“

Die Hangbahn – natürlicher Helfer für die Hilfen
Oberst a.D. Kurd Albrecht von Ziegner war der letzte deutsche Reitmeister alter Kavallerieschule und ein scharfer Kritiker moderner Dressurmethoden. Die Hintergründe zu Ziegners neu formulierter Skala der Ausbildung nennt er in der ReitKultur und schildert außerdem die praktische Umsetzung .beim Hangbahntraining. Denn er ist überzeugt: Wer mit seinem Pferd immer im Gleichgewicht ist – sowohl geistig als auch körperlich – hat Freude am Reiten. Darüber hinaus liegt hier eine wesentliche, unverzichtbare Grundlage für den Erfolg im Sport.

 

ReitKultur-Kino:

Einen Einblick ins Hangbahn-Training erhalten Sie hier im Video!
https://m.youtube.com/watch?v=I3QF9yimvfw